Die Kandidatenliste von besonders besorgniserregenden Stoffen (SVHCs) enthält jetzt 197 Stoffe.

Die ECHA hat sechs neue Stoffe in die Kandidatenliste aufgenommen, da diese krebserregende, fortpflanzungsgefährdende, persistente, bioakkumulative und toxische (PBT) sowie sehr persistente und sehr bioakkumulative (vPvB) oder auch endokrine Eigenschaften aufweisen.

Die Entscheidung, die vier polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffe (PAK) Benzo[k]fluoranthen, Fluoranthen, Phenanthren und Pyren aufzunehmen, wurde unter Beteiligung des Ausschusses der Mitgliedstaaten (MSC) getroffen.

Eine weitere Substanz wurde der Liste hinzugefügt, die von der Europäischen Kommission aufgrund ihrer endokrinen Eigenschaften als SVHC eingestuft wurde.

Substanz
CAS-Nummer
Begründung
2,2-Bis(4´-hydroxyphenyl)-4-methylpentan 6807-17-6 Reproduktionstoxisch
Benzo[k]fluoranthen 207-08-9 Cancerogen  PBT  vPvB
Fluoranthen 85-01-8 vPvB
Phenanthren 85-01-8 vPvB
Pyren 129-00-0 PBT
1,7,7-Trimethyl-3-(phenylmethylen)bicyclo[2.2.1]heptan-2-on 15087-24-8 Endokrine Eigenschaften

Bewertung von Dieselmotoremissionen

Haben Sie schon die Dieselmotoremissionen (DME) von Ihren Gabelstaplern bewertet? Falls nicht, sollten Sie dies schnellstmöglich nachholen! Damit schützen Sie Ihre Kollegen, Mitarbeiter und sich selbst vor gesundheitlichen sowie rechtlichen Folgen.

In der nächsten Novellierung der Richtlinie 2004/37/EG (KM-Richtlinie) werden die DME aufgenommen. Dadurch gibt es in ganz Europa einen gültigen Arbeitsplatzgrenzwert für DME.

Zur groben Abschätzung der Belastung kann der DME-Rechner (http://dme.ifa.dguv.de/?src=asp-cu&typ=dl&cid=6934) des Instituts für Arbeitsschutz genutzt werden. Allerdings wird durch diesen Rechner keine Arbeitsplatzgrenzwert-Messung ersetzt.

Brexit – Kennen Sie Ihre Rolle in der Lieferkette?

Ab dem 30. März 2019 wird der Austritt des Vereinigten Königreichs (UK) aus der Europäischen Union wirksam. Ihr Unternehmen ist davon betroffen, wenn Sie mit Ihrem Unternehmen im europäischen Wirtschaftsraum (EWR / EU-27) niedergelassen sind und Ihre Lieferketten als Kunde oder Lieferant auf Großbritannien erstrecken.

Ist Ihr Unternehmen selbst im Vereinigten Königreich niedergelassen, so gelten die EU-Chemikaliengesetzgebungen (REACH, CLP, BPR und PIC) nicht mehr, sofern Ihre chemischen Stoffe, Gemische, Erzeugnisse, Biozidprodukte oder Wirkstoffe nur dort in Verkehr gebracht werden.
Dies ist ebenfalls der Fall, wenn Sie bestimmte Chemikalien direkt aus dem Vereinigten Königreich in Nicht-EU- / EWR-Länder exportieren.

Unsere Empfehlung an Sie:
Verfolgen Sie die Entwicklung der britischen Gesetzgebung, da Großbritannien beabsichtigt, die EU-Gesetzgebung nach dem Rückzug (zumindest vorübergehend) innerhalb des Vereinigten Königreichs gültig zu machen.

Erkennen Sie dabei stets ihre Rolle innerhalb der Lieferkette:

  • REACH-Registranden mit Sitz in Großbritannien
  • Hersteller oder Zulieferer mit Sitz in Großbritannien im Rahmen der BPR
  • Unternehmen mit Sitz im europäischen Wirtschaftsraum (EU-27)
  • Nachgeschalteter Anwender eines im europäischen Wirtschaftsraum (EU-27) zugelassenen Stoffes
  • Hersteller oder Formuliere außerhalb der EU / des EWR

Meldung von Produkten an das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR)

Damit im Falle einer Exposition den europäischen Giftinformationszentren ausreichend Informationen zur Verfügung stehen, müssen die Inverkehrbringer Ihre Gemische an die dafür zuständigen nationalen Stellen melden (EU: Artikel 45 der CLP-Verordnung; DE:§ 16e des ChemG).  Als Inverkehrbringer gelten Hersteller, Importeure oder Personen, die Produkte unter einem eigenen Handelsnamen auf dem jeweiligen Markt vertreiben. In Deutschland erfolgen die Meldungen an das BfR. Diese Meldung ist kostenfrei und hat bereits vor dem Inverkehrbringen auf den deutschen Markt zu erfolgen. 

Bei weiteren Fragen stehen wir Ihnen gern zur Verfügung.

UFI (Unique Formula Identifier) kommt ab 2020
Aktuelle Informationen zu der
CLP-Verordnung 

Im Rahmen der Erweiterung der CLP-Verordnung (Verordnung (EG) 1272/2008) um den Anhang VIII (Verordnung (EU) 2017/542) zur harmonisierten Information für die gesundheitliche Notversorgung, wird ab dem 1. Januar 2020 stufenweise eine neue Änderung stattfinden: in Zukunft soll auf Etiketten von Produkten ein neues Kennzeichnungselement zu finden sein.
– Das sogenannte UFI (Unique Formula Identifier)der 16-stellige Rezepturidentifikator.
Dass bedeutet, dass alle Importeure und nachgeschalteten Anwender, die gesundheitsgefährdende Produkte oder Produkte mit physikalischen Gefahren auf den Markt bringen, bei den Giftnotrufzentralen bestimmte Produktinformationen einschließlich UFI einreichen müssen. Sie müssen sich auf Grund der UFI-Regelung keine Sorgen um Ihre Integrität von vertraulichen Geschäftsinformationen machen, denn es ist beispielsweise nicht möglich, Informationen zur Zusammensetzung eines Gemischs aus dem UFI zu abzuleiten. Nur die Giftnotrufzentralen wissen, welche Zusammensetzung das Gemisch mit dem angegebenen UFI hat.

Mehr Informationen unter:

https://poisoncentres.echa.europa.eu/de/ufi-generator

Ausfuhrnotifikation gemäß PIC-Verordnung

Exportieren Sie gefährliche Chemikalien in Länder außerhalb der EU? Überprüfen Sie Ihre Meldepflicht an das Empfängerland!

Die Verordnung (EU) Nr. 649/2012 (PIC-Verordnung; Prior Informed Consent) regelt die Ein- und Ausfuhr der in Anhang I aufgeführten gefährlichen Chemikalien in Länder außerhalb der EU. Sie gilt für Chemikalien, die in der EU verboten sind oder bestimmten Beschränkungen unterliegen. Dazu zählen Industriechemikalien sowie Biozide und Pestizide. Neben Stoffen können ebenfalls Gemische oder Erzeugnisse unter die Meldepflicht fallen.

Bereits vor Ausfuhr dieser Chemikalien ist das Empfängerland zu informieren, welches der Einfuhr ausdrücklich zustimmen muss.

Wenn Sie Produkte in Nicht-EU-Länder exportieren und Fragen zu möglichen Verpflichtungen gemäß PIC-Verordnung haben, freuen wir uns Ihnen beratend zur Seite stehen zu können!

Weitergehende Informationen anfordern

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