Brexit – Kennen Sie Ihre Rolle in der Lieferkette?

Ab dem 30. März 2019 wird der Austritt des Vereinigten Königreichs (UK) aus der Europäischen Union wirksam. Ihr Unternehmen ist davon betroffen, wenn Sie mit Ihrem Unternehmen im europäischen Wirtschaftsraum (EWR / EU-27) niedergelassen sind und Ihre Lieferketten als Kunde oder Lieferant auf Großbritannien erstrecken.

Ist Ihr Unternehmen selbst im Vereinigten Königreich niedergelassen, so gelten die EU-Chemikaliengesetzgebungen (REACH, CLP, BPR und PIC) nicht mehr, sofern Ihre chemischen Stoffe, Gemische, Erzeugnisse, Biozidprodukte oder Wirkstoffe nur dort in Verkehr gebracht werden.
Dies ist ebenfalls der Fall, wenn Sie bestimmte Chemikalien direkt aus dem Vereinigten Königreich in Nicht-EU- / EWR-Länder exportieren.

Unsere Empfehlung an Sie:
Verfolgen Sie die Entwicklung der britischen Gesetzgebung, da Großbritannien beabsichtigt, die EU-Gesetzgebung nach dem Rückzug (zumindest vorübergehend) innerhalb des Vereinigten Königreichs gültig zu machen.

Erkennen Sie dabei stets ihre Rolle innerhalb der Lieferkette:

  • REACH-Registranden mit Sitz in Großbritannien
  • Hersteller oder Zulieferer mit Sitz in Großbritannien im Rahmen der BPR
  • Unternehmen mit Sitz im europäischen Wirtschaftsraum (EU-27)
  • Nachgeschalteter Anwender eines im europäischen Wirtschaftsraum (EU-27) zugelassenen Stoffes
  • Hersteller oder Formuliere außerhalb der EU / des EWR


Meldung von Produkten an das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR)

Damit im Falle einer Exposition den europäischen Giftinformationszentren ausreichend Informationen zur Verfügung stehen, müssen die Inverkehrbringer Ihre Gemische an die dafür zuständigen nationalen Stellen melden (EU: Artikel 45 der CLP-Verordnung; DE:§ 16e des ChemG).  Als Inverkehrbringer gelten Hersteller, Importeure oder Personen, die Produkte unter einem eigenen Handelsnamen auf dem jeweiligen Markt vertreiben. In Deutschland erfolgen die Meldungen an das BfR. Diese Meldung ist kostenfrei und hat bereits vor dem Inverkehrbringen auf den deutschen Markt zu erfolgen. 

Bei weiteren Fragen stehen wir Ihnen gern zur Verfügung.

 

UFI (Unique Formula Identifier) kommt ab 2020
Aktuelle Informationen zu der
CLP-Verordnung 

Im Rahmen der Erweiterung der CLP-Verordnung (Verordnung (EG) 1272/2008) um den Anhang VIII (Verordnung (EU) 2017/542) zur harmonisierten Information für die gesundheitliche Notversorgung, wird ab dem 1. Januar 2020 stufenweise eine neue Änderung stattfinden: in Zukunft soll auf Etiketten von Produkten ein neues Kennzeichnungselement zu finden sein.
– Das sogenannte UFI (Unique Formula Identifier)der 16-stellige Rezepturidentifikator.
Dass bedeutet, dass alle Importeure und nachgeschalteten Anwender, die gesundheitsgefährdende Produkte oder Produkte mit physikalischen Gefahren auf den Markt bringen, bei den Giftnotrufzentralen bestimmte Produktinformationen einschließlich UFI einreichen müssen. Sie müssen sich auf Grund der UFI-Regelung keine Sorgen um Ihre Integrität von vertraulichen Geschäftsinformationen machen, denn es ist beispielsweise nicht möglich, Informationen zur Zusammensetzung eines Gemischs aus dem UFI zu abzuleiten. Nur die Giftnotrufzentralen wissen, welche Zusammensetzung das Gemisch mit dem angegebenen UFI hat.

Mehr Informationen unter:

https://poisoncentres.echa.europa.eu/de/ufi-generator

 

 

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