TRGS 900 – Die BAuA veröffentlicht aktualisierte Arbeitsplatzgrenzwerte

Arbeitsplatzgrenzwerte sind essenzielle Angaben in einem Sicherheitsdatenblatt, um das sichere Arbeiten mit Gefahrstoffen zu planen und die Gesundheit Ihrer Mitarbeiter zu schützen. Mit der Veröffentlichung einer neuen Fassung der TRGS 900 durch die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) kommt es zu Änderungen bestehender Grenzwerte (z.B. Essigsäureanhydrid), der Aufnahme neuer Grenzwerte (z.B. Kokosnussöl) und der Streichung nicht mehr gültiger Grenzwerte (z.B. diverse langkettige Alkohole). In vielen Fällen können diese Änderungen eine Anpassung bestehender Arbeitsbedingungen in Ihrem Unternehmen oder die Aktualisierung bestehender Sicherheitsdatenblätter zur Folge haben.

https://www.baua.de/DE/Angebote/Rechtstexte-und-Technische-Regeln/Regelwerk/TRGS/TRGS-900.html

Sind Sie sich nicht sicher, ob sie durch die Änderung der TRGS 900 betroffen sind oder benötigen Sie Hilfe der Messung von Arbeitsplatzgrenzwerten in Ihrem Unternehmen? Sprechen Sie uns an, wir helfen Ihnen gerne weiter.

Schon gehört? - Änderung in der Beschränkungsliste REACH Anhang XVII

Ab dem 09. Mai 2019 dürfen Scheibenwaschflüssigkeiten und Scheibenfrostschutzmittel die eine Methanolkonzentration von mehr als 0,6 Gew.-% aufweisen nicht mehr für die allgemeine Öffentlichkeit in den Verkehr gebracht werden.

Aber nicht nur bei Methanol ist Vorsicht geboten: Wissenschaftler der Masaryk-Universität im tschechischen Brünn haben herausgefunden, dass Ethanol im Scheibenwischwasser durch die Lüftung ins Fahrzeuginnere gelangen kann. Die Ethanoldämpfe in der Atemluft können dann wiederum bei einem Alkohol-Atemtest zu erhöhten Messwerten führen und im schlimmsten Fall den Führerschein kosten.

Quellen:

https://echa.europa.eu/de/substances-restricted-under-reach/-/dislist/details/0b0236e1827f5cf3?fbclid=IwAR3TkBErpCuyJwumDgUOAnGg_aq1rD7_vrGgaiSxydK30W7jCBxkGQxKr8Y&lt

https://www.lto.de/recht/hintergruende/h/alkohol-im-wischwasser-scheibe-klar-aber-lappen-weg/?fbclid=IwAR3ObfAShC_ekkLhsB4VB9BHT9M8hQqRo38JSDVSsIYt35u60H_d9ilkbBc&lt

Weichmacher in Elektronikgeräten

Die EU-Richtlinie 2011/65/EU (RoHS 2) regelt die Beschränkung von bestimmten gefährlichen Stoffen in Elektro- und Elektronikgeräten. Mit der delegierten EU-Richtlinie 2015/863 (RoHS 3) wurden 2015 nun auch die vier Weichmacher DEHP, BBP, DBP und DIBP in die Liste der betroffenen Stoffe aufgenommen, die vorher nur über die Anhänge XIV und XVII der zulassungspflichtigen und der beschränkten Stoffe der Verordnung (EG) Nr. 1907/2006 (REACH) reguliert wurden.

Die Beschränkung dieser vier Weichmacher gilt nicht für gewisse Kabel oder Ersatzteile für Altgeräte, die vor dem 22. Juli 2019 in Verkehr gebracht wurden und mit dem Überschreiten des 22. Juli 2021 endet die Beschränkungsfrist dieser Stoffe in der Verwendung in medizinischen Geräten, In-vitro-Diagnostika und Kontroll- und Überwachungsinstrumenten.

Sind Sie Produzent von Elektro- und Elektronikgeräten oder Zulieferer von Stoffen, Gemischen und Erzeugnissen für die Elektroindustrie und sind sich nicht sicher, in wie weit Sie durch die RoHS-Richtlinie betroffen sind. Brauchen Sie Hilfe bei Ihrer Konformitätsprüfung?

Kontaktieren Sie uns! Wir unterstützen Sie gerne bei der Klärung Ihrer Pflichten innerhalb der Lieferkette.

Substanz
CAS-Nummer
Begründung
2,2-Bis(4´-hydroxyphenyl)-4-methylpentan 6807-17-6 Reproduktionstoxisch
Benzo[k]fluoranthen 207-08-9 Cancerogen PBT vPvB
Fluoranthen 85-01-8 vPvB
Phenanthren 85-01-8 vPvB
Pyren 129-00-0 PBT
1,7,7-Trimethyl-3-(phenylmethylen)bicyclo[2.2.1]heptan-2-on 15087-24-8 Endokrine Eigenschaften

Bewertung von Dieselmotoremissionen

Haben Sie schon die Dieselmotoremissionen (DME) von Ihren Gabelstaplern bewertet? Falls nicht, sollten Sie dies schnellstmöglich nachholen! Damit schützen Sie Ihre Kollegen, Mitarbeiter und sich selbst vor gesundheitlichen sowie rechtlichen Folgen.

In der nächsten Novellierung der Richtlinie 2004/37/EG (KM-Richtlinie) werden die DME aufgenommen. Dadurch gibt es in ganz Europa einen gültigen Arbeitsplatzgrenzwert für DME.

Zur groben Abschätzung der Belastung kann der DME-Rechner (http://dme.ifa.dguv.de/?src=asp-cu&typ=dl&cid=6934) des Instituts für Arbeitsschutz genutzt werden. Allerdings wird durch diesen Rechner keine Arbeitsplatzgrenzwert-Messung ersetzt.

Brexit - Kennen Sie Ihre Rolle in der Lieferkette?

Ab dem 30. März 2019 wird der Austritt des Vereinigten Königreichs (UK) aus der Europäischen Union wirksam. Ihr Unternehmen ist davon betroffen, wenn Sie mit Ihrem Unternehmen im europäischen Wirtschaftsraum (EWR/EU-27) niedergelassen sind und Ihre Lieferketten als Kunde oder Lieferant auf Großbritannien erstrecken.

Ist Ihr Unternehmen selbst im Vereinigten Königreich niedergelassen, so gelten die EU-Chemikaliengesetzgebungen (REACH, CLP, BPR und PIC) nicht mehr, sofern Ihre chemischen Stoffe, Gemische, Erzeugnisse, Biozidprodukte oder Wirkstoffe nur dort in Verkehr gebracht werden.
Dies ist ebenfalls der Fall, wenn Sie bestimmte Chemikalien direkt aus dem Vereinigten Königreich in Nicht-EU-/EWR-Länder exportieren.

Unsere Empfehlung an Sie:
Verfolgen Sie die Entwicklung der britischen Gesetzgebung, da Großbritannien beabsichtigt, die EU-Gesetzgebung nach dem Rückzug (zumindest vorübergehend) innerhalb des Vereinigten Königreichs gültig zu machen.

Erkennen Sie dabei stets ihre Rolle innerhalb der Lieferkette:

  • REACH-Registranden mit Sitz in Großbritannien
  • Hersteller oder Zulieferer mit Sitz in Großbritannien im Rahmen der BPR
  • Unternehmen mit Sitz im europäischen Wirtschaftsraum (EU-27)
  • Nachgeschalteter Anwender eines im europäischen Wirtschaftsraum (EU-27) zugelassenen Stoffes
  • Hersteller oder Formuliere außerhalb der EU/des EWR

Weitergehende Informationen anfordern

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Die Kandidatenliste von besonders besorgniserregenden Stoffen (SVHC) enthält jetzt 197 Stoffe.

Die ECHA hat sechs neue Stoffe in die Kandidatenliste aufgenommen, da diese krebserregende, fortpflanzungsgefährdende, persistente, bioakkumulative und toxische (PBT) sowie sehr persistente und sehr bioakkumulative (vPvB) oder auch endokrine Eigenschaften aufweisen.

Die Entscheidung, die vier polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffe (PAK) Benzo[k]fluoranthen, Fluoranthen, Phenanthren und Pyren aufzunehmen, wurde unter Beteiligung des Ausschusses der Mitgliedstaaten (MSC) getroffen.

Eine weitere Substanz wurde der Liste hinzugefügt, die von der Europäischen Kommission aufgrund ihrer endokrinen Eigenschaften als SVHC eingestuft wurde.

Gefahrstoffe in der Holzbranche

Holz ist ein nachhaltiger Rohstoff und ein beliebtes Baumaterial, das sich seit Jahrtausenden bewährt hat. Die Möglichkeit zu scheinbar unbegrenzten Planungs- und Gestaltungsmöglichkeiten garantieren dem holzverarbeitenden Gewerbe, ihren Kunden immer wieder aufs Neue innovative und moderne Produkte zu liefern, die sich durch eine hohe Qualität und Langlebigkeit auszeichnen.

Dennoch ist die Verarbeitung nicht ganz ungefährlich und Bedarf einer sorgfältigen Gefährdungsbeurteilung: Neben den verwendeten Klebern, Leimen oder auch Oberflächenbehandlungsmitteln müssen auch Holzstäube selbst einer Gefahrenanalyse unterzogen werden. Holzstäube bilden in Gegenwart von Luftsauerstoff explosionsfähige Atmosphären und zudem ist von einigen Stäuben bekannt, dass diese in Verdacht stehen, Krebserkrankungen zu begünstigen.

Ist Ihr Betrieb im holzverarbeitenden Gewerbe angesiedelt oder benötigen Sie Unterstützung bei der Gefährdungsbeurteilung von Produktionsprozessen in denen Holzprodukte involviert sind? Setzten Sie sich mit uns in Verbindung. Wir helfen Ihnen gerne.

Ausfuhrnotifikation gemäß PIC-Verordnung

Exportieren Sie gefährliche Chemikalien in Länder außerhalb der EU? Überprüfen Sie Ihre Meldepflicht an das Empfängerland!
Die Verordnung (EU) Nr. 649/2012 (PIC-Verordnung; Prior Informed Consent) regelt die Ein- und Ausfuhr der in Anhang I aufgeführten gefährlichen Chemikalien in Länder außerhalb der EU. Sie gilt für Chemikalien, die in der EU verboten sind oder bestimmten Beschränkungen unterliegen. Dazu zählen Industriechemikalien sowie Biozide und Pestizide. Neben Stoffen können ebenfalls Gemische oder Erzeugnisse unter die Meldepflicht fallen.
Bereits vor Ausfuhr dieser Chemikalien ist das Empfängerland zu informieren, welches der Einfuhr ausdrücklich zustimmen muss.
Wenn Sie Produkte in Nicht-EU-Länder exportieren und Fragen zu möglichen Verpflichtungen gemäß PIC-Verordnung haben, freuen wir uns Ihnen beratend zur Seite stehen zu können!

UFI (Unique Formula Identifier) kommt ab 2020 Aktuelle Informationen zu der CLP-Verordnung

Im Rahmen der Erweiterung der CLP-Verordnung (Verordnung (EG) Nr. 1272/2008) um den Anhang VIII (Verordnung (EU) 2017/542) zur harmonisierten Information für die gesundheitliche Notversorgung, wird ab dem 1. Januar 2020 stufenweise eine neue Änderung stattfinden: in Zukunft soll auf Etiketten von Produkten ein neues Kennzeichnungselement zu finden sein.
– Der sogenannte UFI (Unique Formula Identifier) – der 16-stellige Rezepturidentifikator.
Dass bedeutet, dass alle Importeure und nachgeschalteten Anwender, die gesundheitsgefährdende Produkte oder Produkte mit physikalischen Gefahren auf den Markt bringen, bei den Giftnotrufzentralen bestimmte Produktinformationen einschließlich UFI einreichen müssen. Sie müssen sich auf Grund der UFI-Regelung keine Sorgen um Ihre Integrität von vertraulichen Geschäftsinformationen machen, denn es ist beispielsweise nicht möglich, Informationen zur Zusammensetzung eines Gemischs aus dem UFI zu abzuleiten. Nur die Giftnotrufzentralen wissen, welche Zusammensetzung das Gemisch mit dem angegebenen UFI hat.

Mehr Informationen unter:

https://poisoncentres.echa.europa.eu/de/ufi-generator

Meldung von Produkten an das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR)

Damit im Falle einer Exposition den europäischen Giftinformationszentren ausreichend Informationen zur Verfügung stehen, müssen die Inverkehrbringer Ihre Gemische an die dafür zuständigen nationalen Stellen melden (EU: Artikel 45 der CLP-Verordnung; DE: § 16e des ChemG). Als Inverkehrbringer gelten Hersteller, Importeure oder Personen, die Produkte unter einem eigenen Handelsnamen auf dem jeweiligen Markt vertreiben. In Deutschland erfolgen die Meldungen an das BfR. Diese Meldung ist kostenfrei und hat bereits vor dem Inverkehrbringen auf den deutschen Markt zu erfolgen.
Bei weiteren Fragen stehen wir Ihnen gern zur Verfügung.