ECHA-Bericht über Maßnahmen zur Verbesserung der Qualität von Sicherheitsdatenblättern

Eine in den Jahren 2011 und 2012 durchgeführte Untersuchung (REF-2 Projekt) der EU-Mitgliedsstaaten zur Qualität von Sicherheitsdatenblättern (SDBs) kam zu dem Ergebnis, dass etwa 50 % der geprüften Sicherheitsdatenblätter fehlerhaft sind. Besonders die Abschnitte 1, 2, 3, 8 und 15 wiesen dabei eine Fehlerquote von 10 % bis 20 % auf. Diese Arten von Qualitätsmängeln konnten später ebenfalls im Rahmen des REF-5 Projektes in erweiterten Sicherheitsdatenblättern (eSDBs) nachgewiesen werden, wobei hier zusätzlich der direkte Transfer von fehlerhaften oder unschlüssigen Daten aus bestehenden Stoffsicherheitsberichten eine nicht zu unterschätzende Rolle spielt.

Unter Berücksichtigung dieser Ergebnisse führte die ECHA ab Mitte 2017 in Zusammenarbeit mit akkreditierten Interessensgruppen ein Kooperationsprojekt zur Verbesserung der Qualität von Sicherheitsdatenblättern durch. Die Ergebnisse aus der Analyse von 197 SDBs wurden kürzlich auf der Webseite der ECHA zugänglich gemacht und können unter folgendem Link eingesehen werden:

https://www.echa.europa.eu/documents/10162/22749747/echa_sds_report_en.pdf/0ddb021f-bd1a-09e6-29f3-c52ca476e6aa

Als Hauptfehlerquellen konnten folgende Ursachen identifiziert werden:

  1. Fehlende oder fehlerhafte Informationen zum Verwendungszweck sowie Verwendungen, von denen abgeraten wird (Abschnitt 1,3)
  2. Fehlende Notrufnummern (Abschnitt 1,4)
  3. Fehlerhafte Klassifizierungen (Abschnitte 2), teilweise bedingt durch unangemessene Konzentrationsangaben im Abschnitt 3
  4. Fehlende Angaben zu nationalen Arbeitsplatzgrenzwerten und mangelhafte Informationen zu technischen Schutzmaßnahmen und persönlicher Schutzausrüstung (Abschnitt 8)
  5. Fehlende Angaben zu physiko-chemischen Eigenschaften und toxikologischen/ökotoxiologischen Messdaten (Abschnitte 9, 11 und 12)

Fehlerhafte Informationen können erhebliche Konsequenzen innerhalb der Lieferkette für Importeure, Hersteller, nachgeschaltete Anwender, Händler und/oder Endverbraucher haben. Wirkungslose Risikomanagementmaßnahmen oder falsche Handlungsanweisungen als Folge einer inkorrekten Kennzeichnung und Einstufung sind an dieser Stelle nur als ein Beispiel zu nennen.

Um Ihnen die Folgen durch das Inverkehrbringen von fehlerhaften Sicherheitsdatenblättern zu ersparen, bieten Ihnen das Team von Intersolia eine allseits bewährte Qualitätskontrolle Ihrer Sicherheitsdatenblätter an. Wir zeigen Ihnen Fehler und Mängel auf und bringen Ihre SDBs auf den aktuellsten Stand.

Erfahren Sie hier mehr:

https://intersolia.com/de/sdb/

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