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Chemical Management Report 2024

Glossar

Chemische Risiken am Arbeitsplatz

Was sind chemische Risiken am Arbeitsplatz?

Chemische Risiken am Arbeitsplatz sind Quellen chemischer Gefährdungen, die in einer Arbeitsumgebung auftreten können. Eine chemische Gefährdung ist ein chemisches Produkt bzw, Gemisch oder eine oder mehrere chemische Stoffe, die aufgrund ihrer gefährlichen Eigenschaften oder ihrer Temperatur Erkrankungen oder Unfälle verursachen können. Risiken können sowohl bei normaler Verwendung als auch im Falle von Unfällen wie Verschüttungen, Leckagen oder Bränden entstehen. Zu den häufigsten chemischen Risiken am Arbeitsplatz zählen Lösungsmittel, Säuren, Laugen, Gase, Stäube oder Dämpfe, die bei verschiedenen Arbeitsprozessen freigesetzt werden.

Auch Stoffe, die nicht unmittelbar gefährlich erscheinen, können langfristige Gesundheitsrisiken darstellen, etwa durch krebserzeugende, allergene oder reproduktionstoxische Wirkungen. Neben der direkten Exposition der Personen, die mit Chemikalien arbeiten, können auch andere Personen in der Nähe durch Einatmen, Hautkontakt oder Spritzer betroffen sein. Daher ist es entscheidend, chemische Risiken am Arbeitsplatz zu identifizieren, zu beurteilen und zu vermeiden, um eine sichere und nachhaltige Arbeitsumgebung zu gewährleisten.

Mærkning af kemiske stoffer i henhold til CLP-forordningen

Welche gesetzlichen Anforderungen gelten für chemische Risiken am Arbeitsplatz?

In Deutschland werden chemische Risiken insbesondere durch das Chemikaliengesetz (ChemG) und die Gefahrstoffverordnung (GefStoffV) geregelt. Diese legen fest, wie Gesundheitsgefahren und Unfälle durch Gefahrstoffe am Arbeitsplatz zu verhindern sind. Ergänzend gelten die Technischen Regeln für Gefahrstoffe (TRGS).

Diese Anforderungen gelten für alle Arbeitsplätze, an denen chemische Gefährdungen auftreten können.

Was gilt konkret?

Das Risiko, dass chemische Gefährdungen Erkrankungen oder Unfälle verursachen, muss ermittelt und beurteilt werden. Die im Arbeitsumfeld zu erwartenden chemischen Gefährdungen sind zu identifizieren und aufzulisten.

Es ist zu bewerten, ob und wann Maßnahmen erforderlich sind, um das Risiko zu verringern, dass chemische Gefährdungen zu Gesundheitsschäden oder Unfällen führen — zum Beispiel durch schädliche Exposition beim Einatmen oder Hautkontakt, Augenspritzer, Bildung entzündlicher Gemische oder Brandgefahren. Die Ergebnisse der Gefährdungsbeurteilung müssen dokumentiert werden.

Weitere Anforderungen umfassen besondere Regelungen für sensibilisierende Stoffe sowie für krebserzeugende, keimzellmutagene oder reproduktionstoxische Stoffe (KMR-Stoffe) sowie die Pflicht, Beschäftigte über bestehende Gesundheits- und Sicherheitsrisiken zu informieren.

Haben Sie Fragen? Wir sind gerne für Sie da!

Unsere EHS-Berater bieten fachkundige Unterstützung in allen Bereichen des Chemikalienmanagements – von Gefährdungsbeurteilung und Substitution bis hin zur Einhaltung von REACH und anderen Vorschriften. Darüber hinaus bieten wir Schulungen an, um Ihr Wissen in den Bereichen Sicherheit, Gesetzgebung und Chemikalienhandhabung zu stärken.

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